„Der Lehrer muss passiv werden, damit das Kind aktiv werden kann.“
Maria Montessori

Reformpädagogik
Maria Montessoris Menschenbild wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch die Reformpädagogik geprägt, die erstmals die Person des Kindes ganzheitlich in den Mittelpunkt stellte. Die Montessori-Pädagogik soll jedem Kind die Möglichkeit bieten, nach eigenem Rhythmus und Vermögen voranzuschreiten. Deshalb stellt an Montessori-Schulen die Freiarbeit das Herzstück des Unterrichts dar. In der Freiarbeit wählen die Kinder ihr Aufgabengebiet und bestimmen selbst Arbeitsrhythmus und Arbeitsdauer. So wird den Kindern die Möglichkeit eröffnet, ihre Selbstständigkeit, ihre schöpferische Aktivität und ihre Unabhängigkeit zu entfalten.

Der Lehrer sorgt für die vorbereitete Umgebung und ist Beobachter und Begleiter. Durch seine ganzheitliche Sichtweise auf das Kind wird dieses als Mensch in der Gesamtheit seiner Bedürfnisse gesehen.

Unsere Schule
An unserer Schule gibt es 14 jahrgangsgemischte Lerngruppen mit jeweils 24 Kindern. So wie Lernen – insbesondere soziales Lernen – im Alltag in altersgemischten Gruppen stattfindet, sollen die Kinder auch in der Schule weiterlernen können. Orientierung für die Arbeit in gemischten Gruppen ist nicht das Alter der Kinder, sondern deren Interesse und Entwicklungsstand. Erfahrungen zeigen, dass die Jahrgangsmischung das Lern- und Sozialverhalten der Kinder positiv beeinflussen kann. Maria Montessori hat in einigen Schriften aufgrund ihrer Beobachtungen die Jahrgangsmischung empfohlen.